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Warum sollte der SWR seine regionalen Frühsendungen bei SWR4 erhalten?

Der Hörer will es so:

Die HörerInnen mögen SWR4 BW - mit seiner regionalen Berichterstattung: In der letzten Media-Analyse hat der Sender wieder zugelegt. 1,5 Millionen Menschen hören SWR4 BW - 3,8 Prozent mehr als in der vorherigen Media-Analyse.
In den deutschen Radio-Charts liegt SWR4 BW derzeit auf Platz 11.

Der Staatsvertrag schreibt es vor:

Regionale Berichterstattung im SWR ist keine großzügige Geste des Senders, die wieder eingespart werden kann. Der SWR hat den öffentlichen Auftrag, mit dem Geld aus den Rundfunkgebühren regional zu berichten: So steht es im Rundfunkänderungsstaatsvertrag, § 3.1: SWR4 soll „der Darstellung der Regionen dienen und nach landsmannschaftlichen Gesichtspunkten sowie nach gewachsenen Wirtschafts- und Erlebnisräumen zugeschnitten sein“.

Darauf verweist auch Frank Scherer, Landrat im Ortenaukreis und früherer stellvertretender Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) Baden-Württemberg. Die LfK habe zum Beispiel für Südbaden mehrere private Hörfunklizenzen erteilt: "Was unter dem Gesichtspunkt der Meinungsvielfalt für den privaten Hörfunk gilt, sollte doch erst recht für den gebührenfinanzierten Südwestrundfunk gelten", sagt Frank Scherer. "Oder ist beabsichtigt, das Feld der subregionalen Meinungsvielfalt den Privatradios zu überlassen?"

Wer Regionalität stärken will, muss regionale Sendestrecken bieten

Der SWR will Regionalität stärken, kündigte Intendant Peter Boudgoust an.
Wenn regionale Sendeplätze aber gestrichen werden, wird vor Ort auch nicht mehr recherchiert - und die Experten für Regionales gehen verloren. Denn ohne Sendeplätze, keine bezahlten Beiträge mehr. Und ohne Honorare für die zumeist freien Mitarbeiter gibt es eben keine regelmäßigen Recherchen mehr. Die Reporter sind nicht mehr im Thema. Das macht sich für den ganzen Sender spätestens dann bemerkbar, wenn Ereignisse plötzlich überregional von Bedeutung sind. Und niemand sie einordnen kann. Der gesamte SWR profitiert also von Regionalreportern, die vor Ort recherchieren und von dort senden.
Bisher ist der SWR in Baden-Württemberg dank starker Regionalredaktionen sehr präsent vor Ort. Er ist damit der regionalen privaten Konkurrenz haushoch überlegen – noch.

Die anderen machen es vor - ohne Regionalität wandern die Hörer ab

Einige ARD-Anstalten verzichten schon auf eine starke regionale Ausrichtung – und verlieren Hörer:
Der WDR  hat gegenüber der privaten Konkurrenz an Quote verloren. Die meisten Hörer hat das private und sehr regional ausgerichtete Radio NRW - Platz eins der Radio-Charts. Dagegen kommt kein WDR-Sender an.

Die Welle HR4 des Hessischen Rundfunks hat im Frühsommer 2011 ihre regionale Mittagssendung von 12 bis 13 Uhr gestrichen. Innerhalb eines Jahres hat HR4 in dieser Sendestunde rund ein Sechstel seiner Hörer verloren!

Dagegen steht: Kein Sender des HR hat so viele Hörer wie das private „HitRadio FFH“ mit dem Claim „Immer da – immer nah“. Der Privatsender hat immerhin sechs Regionalstudios – der HR nur vier.

Auch der Bayerische Rundfunk kämpft gegen die private Konkurrenz - wie „Antenne Bayern“. Und was tut der BR? Er baut die regionalen Sendestrecken aus und rüstet die Regionalstudios auf, z.B. Augsburg.
Klingt doch irgendwie nach Prinzip SWR4, oder?